virtuelles Spielzeugmuseum der 50er - 70er Jahre
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 Kinder-Kaufläden der 50er, 60er und 70er Jahre - Selbstbedienung / Supermarkt


 

"So war es früher - pfündchenweise abwiegen, langsame, veraltete Bedienung, da nur "lose Ware". Die Zeiten sind vorbei" - "So ist es heute! Schnellbedienungsladen, kein Warten, keine teure Bedienung, da nur Paketware" - Werbung, Müller's Mühle, 1954

 


 

 

 

 

 

"Selbst-Bedienungs-Laden" - "Bei diesem modernen Spielzeug sind alle Teile beweglich und zerlegbar. Das Baukastenprinzip gibt vielseitige Spielmöglichkeiten. Der Boden und die faltbare Rückwand sind aus lithographiertem Blech in stabiler Verarbeitung und Befestigung. Das Kassenunterteil ist als Sparkasse eingerichtet, der Kassentisch mit Vertellerschieber und Registrierkasse gleichen den echten S-B-Kassen." - Martin Fuchs Metallwarenfabrk Zirndorf über Nürnberg (1962)          (K50/14/1)

 

        
     

 

 Austellungs-Impression

 


Selbstbedienung

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Mitte der 1950er Jahre vergrößert sich ebenfalls das Warenangebot. Während es bislang überwiegend Erzeugnisse aus der Region zu kaufen gab, finden sich durch verbesserte Transportmöglichkeiten und durch neuartige Kühlsysteme nun auch landesweit hergestellte oder sogar aus dem Ausland importierte Produkte in den Regalen. 1955 kommt eine Umfrage des Allensbacher Demoskopischen Instituts zum dem Ergebnis, dass der Kühlschrank noch vor Waschmaschine und Staubsauger eine Liste der Konsumgüter anführt, welche die Bundesbürger als notwendig zur Führung eines "angemessenen Lebensstandards" erachten. Anfangs lediglich Luxusobjekt für Besserverdienende, wird er dann aber recht bald durch die Produktion hoher Stückzahlen auch für den Normalverdiener erschwinglich. Gingen die Hausfrauen bis dahin nahezu täglich einkaufen, führt dieses neue elektrische Großgerät zu einer immensen Vereinfachung der Haushaltsplanung. Etwaige Essensreste müssen nicht mehr mangels Haltbarkeit direkt am nächsten Tag verwertet werden und auch bei frischen und leicht verderblichen Nahrungsmitteln ist nun eine Vorratshaltung möglich. Die Händler reagieren darauf, indem sie nicht nur mehr verschiedene Artikel in ihr Sortiment aufnehmen, sondern diese jeweils auch noch in höherer Stückzahl bereitstellen.

Die beträchtliche Ausweitung des Warenangebots bringt jedoch mit sich, dass ein Geschäft mit persönlicher Bedienung zu kostenintensiv wird und sich wirtschaftlich für den Betreiber immer weniger rechnet. Das früher für die Bezahlung des Personals vorgesehene Budget fließt nun in Investitionskosten für größere Verkaufsflächen, Lagerhaltung, moderne Kassen und Kühlgeräte - der fließende Übergang zur Selbstbedienungsära hat begonnen.

Nach einem ersten Versuch bereits 1939 in Osnabrück wird 1949 in Hamburg erneut dauerhaft mit dieser Warenvertriebsform experimentiert. Sie entwickelt sich aber, nicht zuletzt aufgrund einer Scheu insbesondere älterer Menschen vor dem Neuen, Ungewohnten, nur recht zögerlich weiter. Viele vermissen bei Einkauf ohne Bedienung den gewohnten Austausch mit dem in der Regel über Neuigkeiten sowie "Klatsch und Tratsch" aus der näheren Umgebung bestens vertrauten Kaufmann. Auch die Möglichkeit, bei einem finanziellen Engpass "anschreiben" zu lassen, ist nicht mehr gegeben. - 1952 liegt die Zahl der Selbstbedienungsläden erst bei 131, sie steigt dann aber 1960 sprunghaft auf rund 23000 an, um Anfang der 1970er Jahre mit fast 150000 ihren Höhepunkt zu erreichen. Dabei berücksichtigt die letztgenannte Zahl bereits Supermärkte, Warenhäuser und Discounter. - Wie auf dieser und den vorangegangenen Seiten zu sehen, wird die Entwicklung vom "Tante-Emma-Laden" bis hin zum Supermarkt durch die Spielzeugkaufläden sehr anschaulich dokumentiert!


 

 

Auch der Supermarkt der Crailsheimer Spielwarenfabrik aus dem Jahr 1963 mit getrenntem Einkaufs- und Kassenbereich dokumentiert den Wandel vom traditionellen "Tante-Emma-Laden" hin zum Selbstbedienungsgeschäft. Material ist transparenter Kunststoff, der in seiner Beschaffenheit an die Gemüseschubladen alter Kühlschränke erinnert. Maße: geschlossen: 40 x 42 x 28cm, geöffnet: 84 x 20 x 28cm (jeweils ohne "Supermarkt"-Schild)             (K50/14/2)

 

          
     

 

"Viele Spiel- und Gestaltungsmöglichkeiten bietet unser neuer Supermarkt. In geschlossenem Zustand ist er das Modell eines Geschäftshauses. Nach Aufklappen der beiden Hälften kann mit der Ladeneinrichtung ungehindert gespielt werden." Crailsheimer Spielwarenfabrik Richard Dietrich KG (1963)

 

 

 


 

"Beim Kaufmann", Rollbild / Rolltafel / Lehrbild für Schulen, Maße: 92 x 64cm      (K50/14/3)

 

Einkaufswagen für einen modernen Kaufmannsladen, Höhe 7cm

 


 


"junior-supermarket" von Hans Seidel, Zirndorf, aus dem Jahr 1966. - "Ein System von Einrichtungselementen mit unzähligen Erweiterungsmöglichkeiten."                                           (K50/14/4)

 

 

 


 

"Betrachten - Auswählen -Kaufen", Lehrbild, Maße: 92 x 65cm

 


 

Modella "Selbstbedienung", Maße: 48 x 17 x 17cm

 


Moderner Kinderkaufladen der Firma Playmobil

 

            
     

 


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