Puppenschulen

Puppenschule, um 1900, Maße: 76 x 32 x 40 cm

Ein Klassenfoto aus einer Zeit, in der noch „Zucht und Ordnung“ herrschten. Auf der Tafel im Hintergrund ist ein Datum erkennbar: 18.4.1867. Angesichts der ernsten, geradezu eingeschüchterten Minen der Schüler kann man den Rohrstock hinter dem Rücken des Lehrers fast erahnen … – Aber vielleicht tue ich ihm auch unrecht und er war ein ganz besonders netter!

Puppenschule aus den 50er Jahren in selbstgebautem Gehäuse und der Verkaufskarton, in dem Schulmöbel und Püppchen verpackt waren. Maße: 45 x 27 x 23 cm

Die Zeitschrift „Die Schule“ – „Elternzeitschrift für das gesamte Bundesgebiet“ (Gustav Thomas Verlagsbuchhandlung) war in den 50er Jahren ein Ratgeber in schulischen Angelegenheiten. Heute geben die Titelblätter Auskunft, wie Schüler seinerzeit aussahen. Die gezeigten Hefte stammen aus dem Jahr 1953.

Selbstgebautes Klassenzimmer „Klasse 4“, wohl aus den Kriegs- oder Nachkriegsjahren. – Wie bereits mehrfach auf meinen Seiten erwähnt: Ich liebe aus einfachsten Mitteln selbstgebastelte Püppchen wie diese! – Mit Strickmütze in den Unterricht. Der Schüler mit der roten Mütze war definitiv seiner Zeit voraus. Er kommt zwar vielleicht nicht ganz so cool daher wie die Strickmützenträger heutzutage, aber immerhin … Ernsthaft betrachtet handelt es sich aber wohl doch eher um ein Indiz für die aus Mangel an Brennstoff oft schlecht oder gar nicht beheizten Klassenzimmer dieser Zeit. – Ausdrucksvolle Mimik trotz geringstem Aufwand: Was für ein freundlich und gütig dreinschauender Lehrer!

"Schul-Einführung 9. Sept. 1946"
"Der erste Schultag am 14.4.1948"
"Zur Erinnerung an meine Schulzeit 1948"
Puppenschule mit ARI (August Riedeler)-Püppchen, 50er Jahre, 33 x 46 x 15 cm
So sahen im Jahr 1962 Jungen aus: Kinderkleidung aus einem Versandhauskatalog.

So sah eine Schultasche Mitte der 60er Jahre aus – für heutige Kinder sicherlich jenseits aller Vorstellungskraft, mit solch einem Monstrum zur Schule zu gehen … Gekauft wurde er beim örtlichen Schuster und bezahlt habe ich ihn voller Stolz mit Geld aus meiner eigenen Spardose, weil mir zuvor erzählt wurde, dass Schule etwas Schönes sei und ich mich daher ziemlich darauf gefreut hatte. Nun – schon recht bald merkte ich, dass ich Schule – abgesehen von den ersten Unterrichtsjahren bei einer Lehrerin namens (nomen est omen) Fräulein Spielmanns – eigentlich nicht wirklich toll fand. – Der Ranzen jedenfalls, bei uns Tornister oder kurz „Tonne“ genannt, wurde mithilfe von auf der Rückseite befindlichen Schulterriemen auf den Rücken geschnallt, was, insbesondere wenn an bestimmten Tagen ein kiloschwerer Weltatlas mitgenommen werden musste, wahrlich kein Vergnügen bereitete, weil das Material einfach härter war als bei modernen Schultaschen. Einzig an den Geruch meines langjährigen Wegbegleiters erinnere ich mich gerne – und sogar heute noch riecht er ein wenig nach Leder.

Puppenschule, Gehäuse Moritz Gottschalk, um 1960
Puppenschule mit ES (Emil Schwenk) "Negerpüppchen". Hab' ich genau so bekommen - wurde seinerzeit also wohl auch so von einem Kind bespielt. Maße: 23 x 16 x 11 cm
Puppenschule der Firma Modella, um 1969. Tische und Stühle stammen aus zwei verschiedenen Funden, die ich in einem Gehäuse zusammengestellt habe - mit original in der Zeit beschriebenen und bemalten "Schulheften", 54 x 34 x 17 cm
Puppenschule der Firma Modella mit Püppchen im stylischen 70er-Jahre-Outfit.
"Sommer-Hits, alles paßt zusammen" (1973)
Schultaschen (1976)
"Dufte Hosen (1973)
70er-Jahre-Puppenschule mit Schleich-Biegepüppchen inklusive schicker Lehrerin im Minirock!