Puppenhäuser und Puppenstuben der 50er Jahre – ein Spiegel deutscher Wohnkultur

Puppenstuben der 50er und 60er Jahre
Puppenstuben der 70er Jahre
Kaufläden
Spielzeug der 50er und 60er Jahre
DDR-Spielzeug
Modern Dollhouses

Ausgelöst wurde die Sammelleidenschaft durch eine Vorliebe für Formen und Farben der „Nierentisch – Ära“ und die Entdeckung, dass sich das Design der Fünfziger Jahre durch Möbel und Architektur im spielgerechten Miniaturformat auf ausgesprochen anschauliche Art und Weise auch im Mikrokosmos der Puppenstubenwelt widerspiegelt. – Das virtuelle Spielzeugmuseum zeigt als Schwerpunkt Puppenhäuser, Puppenstuben, Miniaturmöbel und Kaufläden der 1950er, 1960er und 1970er Jahre, doch auch anderes altes Spielzeug von der Ritterburg über „Kirmesspielzeug“ und DDR-Spielzeug bis hin zum Spielzeug-Atomkraftwerk ist zu finden. So gibt es sowohl für Liebhaber der Wirtschaftswunder-Zeit als auch für Kinder der 70er-Jahre Erinnerungen an die eigene Kindheit und darüber hinaus „typisch deutsche“ Alltagskultur sowie zeitgenössisches Design zu entdecken. – Besonderer Wert wird darauf gelegt, nicht nur historisches Spielzeug zu bewahren, sondern, wenn möglich, ebenfalls die dazugehörigen Erinnerungen seiner ursprünglichen Besitzer. 

Über dieses Museum
Antike Puppenstuben – Sammlung Ursula Luhr
Antike Puppenhäuser und Puppenstuben
Paper Dolls / Papierpuppen
Spielzeug-Mixer
Blechküchen

Meine Sammelphilosophie: Es ist mir ein Anliegen, alte Spielsachen in allererster Linie in ihrem Zusammenhang mit Mensch und Zeit zu sehen. Das bedeutet für mich, dass ich historisches Spielzeug nicht, wie heutzutage leider vielfach zu beobachten, in erster Linie als Handelsobjekt mit einem mehr oder weniger hohen materiellen Wert ansehe, sondern als das, wozu es einst produziert wurde: als Mosaiksteinchen in Kindheit und damit Entwicklung eines ganz bestimmten Menschen.

Am Schönsten ist es daher zweifellos, wenn ich Sachen aus den Händen der ursprünglichen Besitzer bekomme und diese mir etwas über die jeweilige Historie ihrer Spielzeuge berichten können. Dabei handelt es sich oft gar nicht um spektakuläre Geschichten oder Anekdoten, sondern vielmehr um die Vermittlung eines Gefühles für die jeweilige Epoche aus erster Hand, seien es die 1930er, 1950er oder 1970er Jahre. Auf jeden Fall aber ist mir ein Zeitzeugenbericht über das Kinderleben, das Lebensgefühl und die kleinen Dinge des Alltags wesentlich wichtiger als das Forschen nach Herstellern oder Marktwerten.

Übrigens: Spielspuren, auch stärkere, gehören für mich dazu. Und ich finde sogar: Unbespieltes Spielzeug hat seinen Daseinszweck verfehlt!

©Text und Fotos: Jörg Bohn / VG Wort Wissenschaft