Am 1. Weihnachtsfeiertag 1952 kündigte die Ansagerin Irene Voss mit dem Fernsehspiel „Stille Nacht, heilige Nacht“ die erste offizielle TV-Sendung in der Bundesrepublik an. Doch das damals noch kritisch beäugte Fernsehen war anfangs kein Selbstläufer, was sicherlich auch auf die hohen Anschaffungskosten von damals rund 1000 DM zurückzuführen ist. Zum Vergleich: der monatliche Durchschnittsbruttoverdienst eines Arbeiters lag bei knapp 400 DM.
Lediglich auf wenigen tausend privaten Bildschirmen konnten die Sendungen der ersten Stunden verfolgt werden. Wer bereits ein Gerät besaß, erfreute sich plötzlich einer nie gekannten Beliebtheit im Freundes- und Verwandtenkreis und es dauerte immerhin bis zum April 1955 zur Registrierung des 100.000 Fernsehteilnehmers. Danach wuchs deren Zahl jedoch wesentlich rascher und im Oktober 1957 wurde die Millionengrenze überschritten.